Beleuchtung

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Beleuchtung am Fahrrad

Ausstattung eines hpv mit Scheinwerfern und Leuchten, im weiteren Sinne auch die mit Reflektoren ("Katzenaugen"), anderen reflektierenden Materialien sowie die mit weiteren Komponenten zum Betrieb der Leuchten. Die B. von hpv für den Betrieb im Straßenverkehr ist in vielen Ländern gesetzlich geregelt. Beispiele hierfür sind die Fahrradverordnung in Österreich, die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) in Deutschland oder der "British Standard" in Großbritannien.

Die B. dient zwei unterschiedlichen Zwecken: Sehen und gesehen werden. Zum einen dienen Scheinwerfer der Ausleuchtung der Fahrbahn, um auch nachts das Fahren auf Sicht zu ermöglichen. Zum anderen erleichtern Scheinwerfer, Rückleuchten und Reflektoren nachts oder bei schlechter Sicht das Erkennen eines hpv. Weitere Funktionen der B. bei Kraftfahrzeugen wie Brems- oder Blinkleuchten sind dagegen bei hpv unüblich und teilweise auch nicht erlaubt.

Beschränkt man sich auf elektrisch betriebene Leuchten, kann eine erste Einteilung anhand der Stromversorgung erfolgen. Üblich sind der Betrieb mit Akkus bzw. Batterien oder der mit einem vom hpv angetriebenen Generator (Fahrraddynamo). Im Folgenden sollen die einzelnen Komponenten kurz behandelt werden:

Leuchten

Physikalisch gibt es viele Möglichkeiten zur Lichterzeugung. Beim Fahrrad bzw. HPV kommt es dabei besonders auf einen hohen Wirkungsgrad an, da die Energie für das Licht vom Fahrer selbst erzeugt werden muß bzw. in (schweren) Batterien mitgeführt werden muß. Die derzeit effizientesten Licht-Erzeugungs-Techniken für mobilen Einsatz sind:

Scheinwerfer

Der Scheinwerfer bündelt mit Hilfe von Reflektoren und Linsen das Licht der Lampe auf die Straße. Neben den guten optischen Eigenschaften sind eine robuste und langlebige Konstruktion, ein guter Schutz gegen Feuchtigkeit und eine durchdachte Bestigung Merkmale eines brauchbaren Scheinwerfers.

Der Scheinwerfer bestimmt konstruktiv das optische Verhalten bezüglich der Lichtverteilung bzw. der Leuchtcharakteristik. Dieses optische Verhalten ist abhängig von:

  • Ausrichtung und Konstruktion des Leuchtmittel
  • Beeinflussung durch Streuscheiben
  • Beeinflussung durch Verluste (z.B. Reflexionsverluste)

D.h. der Scheinwerfer besteht aus verschiedenen, aufeinander abgestimmten Komponenten. Eine einzelne Änderung kann maßgeblich die optischen Eigenschaften verändern.

Fahrraddynamos

Die nach wie vor häufigste Bauform des Fahrraddynamos ist der Seitenläufer, bei dem eine kleine Rolle auf der Flanke des Reifens oder der Felge den Dynamo antreibt. Daneben hat sich in den vergangenen Jahren der Bautyp des Nabendynamos etabliert.

Direktantrieb

Entweder direkt oder über eine Getriebe (meist) vom Vorderrad angetrieben.

Reibantrieb

Antrieb über Reibung

Der Reibantrieb hat allgemein das Problem, dass er bei Nässe und bei Schnee/Schneematsch unzuverlässig ist. Höherer Anpressdruck erhöht zwar die Reibung aber auch den Rollwiderstand. Stärkere Profilierung (Bürsten, Bekleben mit Sandpapier u.ä.) erhöht ebenfalls die Reibung, aber auch den Verschleiß.

Akku

Standlicht

Fahrradrückleuchten mit Standlichtfunktion sind mittlerweile bei neuen Fahrrädern vorgeschrieben. Energiespeicher ist meist ein Kondensator mit hoher Kapazität. Dieser wird vom Dynamo während der Fahrt aufgeladen. Sobald das Fahrrad steht (kein Ladestrom mehr) wird eine Leuchtdiode eingeschaltet, die ihren Strom aus dem Kondensator zieht. Das Standlicht leuchtet mehrere Minuten und ist schon nach wenigen hundert Metern wieder aufgeladen. Im Gegensatz zu Akkumulatoren altert der Kondensator nicht, er kann also beliebig oft geladen und wieder entladen werden.

Inzwischen gibt es auch Scheinwerfer mit einer zusätzlichen Standlicht-LED.

Verkabelung, Stecker, etc

Wasserbeständig, kompakt, leicht und günstig - welche Steckkontakte soll ich nehmen?

Eine dauerhafte elektrische Verbindung wird vor allem durch Gasdichte Verbindungen ermöglicht. Gasdichte Verbindungen werden vor allem durch Löt- und Quetschverbindungen erreicht. Eine sehr einfache Möglichkeit sind Flachstecker und Flachsteckhülsen. Flachstecker der Größe 2,8 x 0,5 mm sind für Dynamoströme von 0,5 A und den am Fahrrad typischen Kleinspannungen 6 - ca. 20 V ausreichend Alternativ kann auch die Größe 4,8 x 0,8 mm verwendet werden (entspricht den Anschlüssen am SON-Nabendynamo). Flachstecker sind unisoliert, deshalb muß danach mindestens auf der Hülse z. B. mit Schrumpfschlauch isoliert werden.

Beispiele für Beleuchtungsanlagen

Die folgenden Beispiele sollen die Besonderheiten und Anforderungen bei Beleuchtungsanlagen für unterschiedliche Nutzungen an verschiedenen Typen von Rädern illustrieren. Sie sind als Anregungen gedacht und erheben nicht den Anspruch, vollständig zu sein oder die jeweils optimale Lösung zu beschreiben.

Weblinks

Allgemeine Informationen

Kommerzielle Anbieter

Selbstbau-Projekte

Zierbeleuchtungen und Spezialeffekte

Beleuchtung am Rad muß nicht unbedingt nur zum Sehen und Gesehen werden da sein. Manchmal will man einfach nur Spaß haben oder Auffallen. (Ok, "Auffallen" impliziert "Gesehen werden", aber das ist jetzt mal egal. :-)

Insbesondere LED eignen sich für solchen Spielereien. Neben den fast schon alltäglichen Lauflicht-Modi mancher LED-Rückleuchten begeistern LED-Leisten auf den Speichen, die bei Drehung des Rades durch passenden Ansteuerung Bilder "malen".

Persönliche Werkzeuge